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Jetzt auch noch Gefahr durch erkrankte Bäume am Rauschenberg

 

Kampfmittel und kranker Baumbestand führen zu weiteren Sperrungen des beliebten Naherholungsgebietes in Petersberg
 
„Eigentlich wollten wir bereits zum Ende diesen Jahres den Rauschenberg wieder zur uneingeschränkten Nutzung freigegeben haben“, berichtet Carsten Froß, Bürgermeister der Gemeinde Petersberg in einer Pressemitteilung vom 23.09.2019. „Die vorbereitenden Abstimmungen mit dem Kampfmittelräumdienst in Darmstadt, die Erstellung der Ausschreibungsunterlagen und letztlich die grundsätzliche Klärung der Finanzierung der Maßnahmen haben uns allerdings das gesamte Jahr über beschäftigt. Tatsächlich stehen wir nun kurz vor der Ausschreibung der Kampfmittelsondierungsmaßnahmen, die aufgrund der kalkulierten Kosten in einer europaweiten Ausschreiben münden wird“, berichtet der Bürgermeister. „Erfreulicherweise liegt seit ein paar Tagen erstmals eine schriftliche Rückmeldung aus dem Ministerium in Wiesbaden vor, in dem uns eine bis zu 75%ige Kostenbeteiligung durch das Land Hessen in Aussicht gestellt wird. Parallel dazu stehe ich mit unserem Landrat in Kontakt, um auch hier abzuklären, welche finanzielle Beteiligung seitens des Landkreises Fulda möglich ist.“
 
Soweit. Sogut. In der vergangenen Woche erreichte allerdings eine weitere Nachricht die Gemeindeverwaltung. Bei aktuellen Verkehrssicherungskontrollen durch Hessen-Forst wurde festgestellt, dass zahlreiche Bäume auf dem Rauschenberg -insbesondere Buchen- durch die massive Trockenheit der vergangenen Sommer mit Wurzelschäden und Sonnenbrand so stark geschädigt sind, dass die Standsicherheit massiv gefährdet ist.
Wie Hessen-Forst weiterhin mitgeteilt hat, werden die geschwächten Bäume mit Pilzen besiedelt, die sie zum Absterben bringen. Dabei können Teile der Baumkrone oder auch ganze Stämme unkontrolliert abbrechen. Die Kontrollen, die durch Luftbilder und vor Ort Überprüfungen belegt sind, haben gezeigt, dass rund 60 Bäume stark geschädigt sind. Die betroffenen Bäume stehen in großen Teilen entlang der bisher noch freigegebenen Lauf- und Wanderwege. Die Schädigung ist allerdings so schnell und weit fortgeschritten, dass seitens der Gemeinde unmittelbare Maßnahmen zur Sicherung unternommen werden müssen. Die gemeindlichen Gärtner prüfen derzeit gemeinsam mit einem Dienstleister die betroffenen Wege und nehmen Schnitt- und Sicherungsarbeiten vor, soweit diese von den freigegebenen Wegen aus möglich sind. Im Rahmen der Gefahrenabwehr ist der Bürgermeister gezwungen, Arbeiten abseits der Wege strengstens zu untersagen. Derzeit geht die Verwaltung davon aus, dass es lediglich gelingen wird, die Wege im äußeren Bereich des Rauschenberges verkehrssicher zu gestalten und weiterhin zur Gemeinnutzung freizugeben. Die hierfür notwendigen Arbeiten sollen im Laufe der 39. Kalenderwoche beendet sein.
Foto: Google 
 
Die auf der Karte gekennzeichneten Wege werden allerdings gesperrt werden müssen. Diese Wege dürfen auf keinen Fall begangen und/oder befahren werden, da hier Lebensgefahr durch herabfallende Äste und umstürzende Bäume besteht. Das betrifft leider auch alle nicht ausgebauten Pfade, die zum Wartturm führen. Der Turm wird ab sofort ebenfalls verschlossen.
 
„Diese Entscheidung ist mir alles andere als leicht gefallen“, erläutert Carsten Froß den Sachverhalt. „Auch ich habe als Kind auf und neben den Wegen am Rauschenberg gespielt. Ebenso wie viele andere meiner oder früherer Generationen haben wir dort getobt, gegraben und geklettert.
Mit dem aktuellen Wissensstand ist allerdings eine völlig neue Lage eingetreten. Als Eigentümer der Flächen am Rauschenberg steht die Gemeinde Petersberg voll in der Verantwortung. Das Risiko, dass nun doch etwas passiert, ist einfach zu groß. Wir dürfen Menschenleben weder durch Kampfmittel noch durch umstürzende Bäume gefährden und bitten daher um Beachtung und Verständnis für diese Entscheidung.“

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