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Umgestalteter Propsteigarten offiziell eingeweiht

Pfarrer Togar Pasaribu, Bürgermeister Carsten Froß, Jörg Kiel und Mariola Werthmüller vom Nahkauf-Markt, Ortsvorsteher Peter Scheel und Generalvikarin Sr. Annette weihten den umgestalteten Propsteigarten ein.

 

Der Propsteigarten Petersberg ist eine parkähnliche Anlage mitten im Petersberger Ortskern, direkt unterhalb der Liobakirche. Der Garten ist in den vergangenen Jahren von der Gemeinde aufwendig umgestaltet worden. Jetzt ist er offiziell eingeweiht worden. Und die Teilnehmer waren sich einig: Dieses Kleinod soll nun mit Leben gefüllt werden.

 

 

Der Propsteigarten ist der ehemalige Garten der Propstei Petersberg, einem Nebenkloster des Klosters Fulda. Er wurde in den Jahren 1736-1738 als barocker Mustergarten unterhalb der Peterskirche angelegt. Das Areal blickt nach der Auflösung der Propstei auf eine bewegte Geschichte zurück: Zunächst genutzt als landwirtschaftliches Gelände, wurde es Anfang des 20. Jahrhunderts von den Barmherzigen Schwestern erworben. Bei vielen Petersbergern ist die Anlage in der Straße „An der Blumenmauer“ deswegen auch als Schwesterngarten bekannt. Die Vinzentinerinnen errichteten dort 1907 ein Kinderhaus – quasi den ersten Kindergarten Petersbergs –, anschließend ein Heim für die Altenpflege. Die Schwestern nutzten das Areal zudem für eine kleine Landwirtschaft mit einer Kuh, Schweinen, Hasen und Hühnern. Im Garten wurden neben Gemüse auch Beeren und Obst gezogen.
 
Im Jahr 2000 wurde das Altenheim abgerissen, der Garten jedoch blieb erhalten und fiel in einen Dornröschenschlaf. Im Zuge der 72-Stunden-Aktion im Jahr 2013 wurde der Propsteigarten von der Pfarrjugend Petersberg aus diesem Schlaf geweckt, umgestaltet und öffentlich zugänglich gemacht. Die Gemeinde Petersberg hat den Garten in den Jahren 2020 und 2021 weiter aufgewertet: Für rund 40.000 Euro wurden neue Sitzgelegenheiten installiert, Sonnenliegen aufgestellt, ein Weg zur Friedenstraße angelegt sowie Pavillons und Infotafeln aufgebaut. Eine Spende der Familie Gerhard Gaul bringt zudem barocken Glanz in den Garten: Die Statue stellt symbolisch eines der vier Elemente, die Erde, dar.
 
Besonderer Wert wurde bei der Umgestaltung auf das Thema Natur gelegt. Es sind neue Bäume, Sträucher und Wiesen gepflanzt worden, eine Blühflächen für Insekten wurde angelegt. Dank der Spende des örtlichen Nahkauf-Marktes konnten zudem noch ein Insektenhotel und ein Hochbeet installiert werden. Eine Reihe Spalierobst mit verschiedenen Apfelsorten und auch Weinreben erinnern an die einstige landwirtschaftliche Nutzung.
 
Bürgermeister Carsten Froß bezeichnete den Garten als „wahres Kleinod mitten im Petersberger Zentrum“. Der Propsteigarten sei ein Rückzugsort, in dem man entspannt die Mittagspause oder den Feierabend genießen, spazieren gehen oder Sonne tanken könne. Der Garten stehe in der barocken Tradition der Region, die sich nicht nur in Fuldas Innenstadt, sondern zum Beispiel auch an der Propstei Johannesberg, Schloss Fasanerie oder Schloss Bieberstein zeige. Es sei wichtig, solche historischen Orte zu erhalten, betonte Froß: „Die Gemeinde Petersberg hat sich in den vergangenen Jahrzehnten stark verändert, ist deutlich gewachsen, moderner und auch industrieller geworden. Wir haben leider nicht mehr viele Orte, die auf unsere bedeutende Geschichte hinweisen. Umso wichtiger ist es, dass wir die wenigen vorhandenen pflegen und uns gut um sie kümmern.“
 
Er dankte den Barmherzigen Schwestern, die den Ort für die Öffentlichkeit zur Verfügung stellen. Generalvikarin Sr. Annette, die stellvertretend für Generaloberin Sr. Birgit sprach, gab das Lob direkt zurück und dankte der Gemeinde für die gelungene Umgestaltung des Gartens. Er sei eine „grüne Lunge mitten in Petersberg“, in der Gottes unsichtbare Kraft zu spüren sei.
Grußworte hielten zudem Ortsvorsteher Peter Scheel, der ausführlich auf die wechselhafte Geschichte des Gartens einging, und Jörg Kiel, Leiter des Petersberger Nahkauf-Marktes. Zum Abschluss segnete Pfarrer Togar Pasaribu den Propsteigarten.
 

Abends führten Rabanus Maurus (Ingo Glückler) und der Königsbote (Ibrahim Karabed) durch Garten, Pfaffenpfad und Liobakirche und ließen das frühe Mittelalter lebendig werden.


Der Garten soll künftig für Veranstaltungen genutzt werden: Konzerte, Exkursionen, Lesungen, Sternenführungen und vieles mehr. Zudem ist es dort möglich, sich standesamtlich trauen zu lassen. Die nächsten Termine stehen schon fest: Nachdem bereits der Musikverein Steinau-Steinhaus im Garten aufgetreten ist, wird am 8. Juli eine Abendserenade stattfinden. Alle Infos dazu werden wir rechtzeitig bekannt geben! 

 

Die historische Führung führte auch in die Krypta der Liobakirche.

 

Der Musikverein Steinau-Steinhaus weihte den Propsteigarten musikalisch ein.


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